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Veränderungen und der Lauf der Zeit

Veränderungen und der Lauf der Zeit

In diesen letzten Tagen vor meinem diesjährigen Geburtstag, möchte ich einige Gedanken über den Lauf der Zeit in unserem Leben und die damit verbundenen Veränderungen teilen.

Beim Blick zurück, kommt mir als erstes in den Sinn, dass es weder in uns selbst noch in den Lebensumständen etwas Beständiges und Anhaltendes gibt.

Und mit vielen Erinnerungen, die sich im Laufe meines bisherigen Lebens angesammelt haben, geht es mir ebenso.

Es kommen Erinnerungen und Bilder hoch von der Freude, der Begeisterung und auch den Zweifeln, die in allen Anfängen anwesend waren; die Zufriedenheit über erreichte Ziele, doch auch die Traurigkeit und die Enttäuschungen über Verluste und Niederlagen.

In vielen dieser Momente hatte ich das Gefühl, dass die Dinge sich anscheinend nie ändern würden.

In den wechselnden Lebensabschnitten gibt es immer wieder Momente, in denen die Zeit still zu stehen scheint und somit über einen langen Zeitraum die Illusion von Beständigkeit schafft bis früher oder später, oft ganz plötzlich, die Winde der Veränderung wehen.


Manchmal erwarten wir diese Veränderungen mit Freude und offenen Armen, wenn endlich ein hartes und schwieriges Kapitel zu Ende geht. Andere Male wehren wir uns mit aller Kraft dagegen etwas oder jemanden los zu lassen, obwohl wir tief im Inneren wissen, dass es ein vergeblicher Kampf ist, denn wir nicht gewinnen können.

Warum fällt es uns so schwer natürliche Veränderungen anzunehmen?

Bei genauem Hinsehen ist es leicht zu erkennen, dass unser Körper widerstandslos die Veränderungen annimmt, die der Lauf der Zeit mit sich bringt, ohne Energie in unnötigen Kämpfen zu verlieren.

Ebenso passt sich unsere Gefühlswelt den Veränderungen leicht an und begrüsst sie sogar, da sie intensive Emotionen erzeugen, die uns lebendig fühlen lassen.

Es liegt auf der Hand, dass es unser Verstand ist, der versucht sich gegen Veränderungen zur Wehr zu setzen und in vielen Fällen gelingt es ihm irgendwann auch Unwohlsein im Körper und in der Psyche zu erzeugen, welche daraufhin ihre gemeinsame Kraft im Widerstand gegen das Neue zusammenballen.

Allein unser zeitloser Geist bleibt komplett abseits und nutzt alle Geschehnisse um weiter zu wachsen und sich auszudehnen, da die Dualität von dem, was wir als gut oder schlecht bezeichen auf dieser Ebene nicht existiert.     

Es ist nicht etwa so, dass unser Verstand uns absichtlich Schaden zufügen möchte, sondern seine Absicht bei all dieser Anstrengung ist es, uns vor den Gefahren des Unbekannten zu schützen, da unser Unterbewusstsein seit Beginn der Menschheit darauf programmiert ist alles zu tun um unser Überleben zu sichern.

Gegenwärtig scheint es, dass die Mehrheit noch immer nicht wirklich daran interessiert ist das Bewusstsein so zu trainieren, dass es überholte Programme auflöst, die uns boykottieren und keinesfalls zu unserem Wohlergehen beitragen.

Tatsächlich ist es paradox, dass in unserer heutigen Gesellschaft, in der sich alles mit atemberaubender Schnelligkeit verändert und man uns ständig die neuesten technologischen Errungenschaften verkaufen möchte, gleichzeitig noch immer überwiegend an der Idee festgehalten wird, dass man alle möglichen Opfer bringen sollte um das Erreichte in vielen wichtigen Aspekten zu erhalten.

Dabei soll uns eine Beständigkeit vorgetäuscht werden, die es gar nicht gibt und erst recht nicht mehr in diesen schnelllebigen Zeiten.

Was können wir tun um natürliche Veränderungen zu begrüssen?

Die grösste Hilfe finden wir in den überlieferten Weisheiten der Philosophen und sprirituellen Meister und einiger Naturvölker, welche uns daran erinnern, dass wir das beste Vorbild in der Natur finden, von der wir ein Teil sind.

Mit welcher Anmut und Sanftheit passt sich die Natur dem Wechsel der Jahreszeiten an!

Das wichtigste ist es uns daran zu erinnern, dass die Beständigkeit und Sicherheit, die wir suchen niemals im Äusseren zu finden ist, sondern wir sie nur in unserem tiefsten Inneren erfahren können, was auch immer in der Welt geschieht. 

Es ist die Verbindung zu unserem wahren Wesen, die echte Beständigkeit und Sicherheit schafft!

Im Laufe meines Lebens habe ich ebenfalls beobachten können, dass unser Alterungsprozess enorm von unser Idee über den Ablauf der Zeit beeinflusst wird. Je mehr Energie wir in Kämpfen gegen das Unvermeidbare verlieren, je schneller verläuft der Alterungsprozess , da mit dieser Energie des Widerstands viel Schaden in unserem gesamten System angerichtet wird.

Ist es nicht wahr, dass der Alterungsprozess ein ganz natürliches Vorgehen ist, welches man mit Neugier und frohem Gemüt viel besser erleben kann?

In allen grossen alten Kulturen wurde die Erfahrung, die Gelassenheit und die Weisheit des Alters geschätzt und verehrt, während in unserer Gesellschaft lächerlicherweise die Jugend verehrt wird, obwohl Jugend allein kein Verdienst ist, sondern nur ein vorübergehender Zustand.

Alle die wir die Jahre der Jugend hinter uns gelassen haben und in einem reiferen Alter sind, haben nun die grossartige Möglichkeit ein neues Lebensmodell zu kreieren, in dem wir lernen alle Lebensabschnitte voll und ganz auszukosten, ohne jemals die „heilige Verrücktheit“ der Freigeister abzulegen, welche ihre eigenen Wege gehen und nicht auf ausgetrampelten Pfaden wandeln.

Für mich persönlich ist eine der besten Veränderungen, die der Reifeprozesse mit sich bringt, dass man plötzlich an einen Punkt kommt, an dem man aufhört unwichtigen Dingen zu grosse Bedeutung zu geben.

Man findet es nicht mehr interessant  sich in „Dramen“ über unmögliche Lieben oder irreale Ziele zu verlieren, sondern fängt an, alles wirklich Wertvolle wahrhaft zu schätzen. Es fällt immer leichter überholtes loszulassen und sich dem Fluss des Lebens anzuvertauen, der uns nicht immer das bringt, was wir möchten, doch das, was wir brauchen.

Lasst uns alle Etappen des Lebens mit ihren Veränderungen mit Offenheit und möglichst viel Freude erleben!

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