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Mach dich frei von überholten Vorschriften und Regeln

Mach dich frei von überholten Vorschriften und Regeln

Herzlich willkommen auf meinem Blog nach einer Pause von 2 Monaten ohne neue Beiträge!!

Ich hoffe ihr habt den Sommer so richtig genossen und seid nun bereit den Herbst mit neuer Energie zu begrüssen.

Alle, die wir das Privileg haben auf Malloca zu wohnen, können unsere geliebte Insel jetzt wieder neu geniessen, nachdem der Ansturm der Hauptsaison endlich vorbei ist und es wieder ruhiger wird, ohne so viele Menschen und schier unerträgliche Hitze.

Ich persönlich liebe diese Jahrerszeit jedes Jahr mehr und erfreue mich an den goldenen Herbstfarben, dem sanften Licht, den orangfarbenen Sonnenuntergängen und den angenehm warmen Temperaturen, auch des Meeres. All das lädt dazu ein, nach der Sommerpause, wieder lange Spaziergänge und Ausflüge in die wunderschönen Ecken der Insel zu machen.

Es bereitet mir Spass an mir selbst zu beobachten, wie sich die Vorlieben und Geschmäcker im Laufe der Zeit, manchmal fast vollkommen ändern.

Als junge Frau liebte ich es stundenlang am Strand zu liegen und in der Sonne zu braten, oder viele Stunden in total überfüllten Lokalen mit lauter Musik zu verbringen, während ich heute eher grosse Menschenmengen meide und im Sommer nur kurz zum Schwimmen an den Strand gehe und den Schatten suche, sobald ich wieder trocken bin und mich die Hitze nervt. 

Und so wie sich unsere Vorlieben im Laufe des Lebens verändern, ist es notwendig all die Normen und Regeln, welche unser bisheriges Leben weitgehend bestimmt haben, zu überprüfen und zu hinterfragen.

Ich lade dich dazu ein, einen Moment kurz inne zu halten um dir folgende Frage zu stellen:

Fühle ich mich wirklich frei um das Leben zu führen, das ich mir aussuche und wünsche, oder wird mein Leben weitgehend davon bestimmt, was die Gesellschaft und andere von mir erwarten?

Eventuell ist deine erste Antwort, dass du natürlich die Freiheit hast das Leben so zu führen, wie es dir gefällt, doch vielleicht fühlst du tief in dir der eine vage Ahnung davon, dass es nicht wirklich so ist.

Wenn ich mich so umsehe und die Menschen, die mir begegnen, genauer betrachte, erkenne ich leider immer noch viele Personen, die darauf verzichten ihre Träume und geheimen Wünsche zu verwirklichen, aus Angst davor ihre Familien oder nahestehende Personen zu enttäuschen oder zu verärgern.

Ich erinnere mich noch genau an dei Zeit, als ich als junges Mädchen mein Umfeld über meine Entscheidung auszuwandern, informierte, und das Anfang der achtziger Jahre, als es noch keinesfalls üblich war.

Es gab nicht wenige, die meinen Mut bewunderten und mich irgendwie beneideten, doch die meisten gaben mir gleichzeitig zu verstehen, dass sie selber niemals wagen würden, so sehr es sich auch insgeheim wünschten, um ihren Eltern, Verwandten und Freunden nicht "das Herz zu brechen".

Selbstverständlich hat die junge Rebellin in mir diese Argumente nicht akzeptieren können und ich gestehe ehrlich ein, dass ich es bis heute noch nicht wirklich verstehen kann, auch wenn ich mittlerweile natürlich die Sorge dieser Personen über die Unsicherheit einer solchen Entscheidung nachvollziehen kann.

Es stimmt mich nachdenklich und auch ein wenig traurig, dass immer noch so viele Menschen ein monotones, vorgeschriebenes Dasein fristen, weil sie nicht den Mut finden die ungeschrieben Gesetze und Vorschriften ihrer Umgebung zu durchbrechen.

Ich möchte die Leser von mir, die Kinder haben, inständig darum bitten, diesen keine Steine und Hindernisse auf ihren Lebensweg zu legen und ihnen nicht die Flügel zu stutzen, damit sie sich frei entfalten können um dabei ihre eigenen Talente, Vorlieben und Lebensmodelle zu entdecken. 

Wie könnte ich nicht verstehen, dass Eltern selbstverständlich das Beste für ihre Kinder wollen und sich Sorgen machen, wenn ihre Sprösslinge vorgegebene Wege verlassen um Neues auszuprobieren, das mit gewissen Risiken verbunden ist.

Zu diesem Thema möchte ich ein winziges Zitat aus dem Buch "Der Prophet" von Khalil Gibran einflechten:

Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, und wenn sie auch bei euch sind, sie gehören euch nicht.

Ihr könnt ihnen eure Liebe geben, aber NICHT eure Gedanken...

Und falls du einer dieser Töchter oder Söhne bist, die davor zurückschrecken ihre Familien zu enttäuschen, oder ihnen Schmerz zuzufügen durch eigene Entscheidungen, die nicht deren Vorstellungen entsprechen, möchte ich dich inständig darum bitten jegliches Gefühl von Schuld oder schlechtem Gewissen loszulassen.

Überzeuge dich davon, dass du absolut frei bist und das Recht hast dein Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu gestalten!

Wenn deine Familie und Freunde dich wirklich lieben, werden sie anfangs vielleicht besorgt oder gar verärgert sein, doch vertraue darauf, dass es, früher oder später, vorbeigeht und sie eventuell eines Tages sogar stolz auf deinen Mut und deine Durchsetzungskraft sein werden.

Doch unabhängig von den Reaktionen deines Umfelds, glaub fest daran, dass du nicht auf der Welt bist um die Vorstellungen anderer zu erfüllen, sondern um das Geschenk des Lebens voll auszukosten, ohne das Beste davon, aus Angst vor den möglichen Folgen der Nichteinhaltung von einschränkenden Vorschriften zu verpassen.

Obwohl wir in einer Zeit leben, in der, in unseren Gefilden, angeblich jeder seinen Lebensstil frei wählen kann, genügt ein Blick auf die wahren Verhältnisse, um festzustellen, dass diese Idee für viele Menschen weiterhin eine Art Utopie ist, während die Wirklichkeit vieler ganz anders ausssieht.

Wir brauchen uns nur die Gleichstellung der Geschlechter ansehen, welche, trotz aller Fortschritte, noch immer bei weitem nicht ausreichend ist.

Es fällt mir echt schwer zu verstehen, warum so viele Frauen es, nach wie vor, akzeptieren für genau die gleiche Arbeit und Leistung circa 30% weniger Gehalt zu bekommen und einige von ihnen zusätzlich anzügliche Bemerkungen, Blicke oder gar schlimmeres über sich ergehen lassen müssen.

Und wie lässt es sich erklären, dass es weit mehr brillante Frauen als Männer auf den Universitäten gibt, während gleichzeitig noch immer überwiegend ihre männlichen Kollegen an den Hebeln der Macht sitzen?

Meine Absicht ist es keinesfalls Männer zu verurteilen, sondern ich möchte dazu beitragen Frauen und auch Männer wachzurütteln und sie dazu ermutigen, endgültig mit den Resten der überholten Klischees aufzuräumen, die dazu führen, dass, auch heutzutage, viele Frauen glauben, sich für Familie und Kinder aufopfen zu müssen und die lästigsten Hausarbeiten übernehmen, auch wenn beide arbeiten.

Schaun wir mal, wie viele Väter du persönlich kennst, die sich freiweilig dazu bereit erklären zu Hause zu bleiben und sich um Kinder und Haushalt zu kümmern, während ihre Partnerin Karriere macht und die Familie ernährt? Natürlich gibt es diese Beispiele, doch es sind noch recht wenige.

Noch deutlicher werden die Unterschiede, wenn es um die Betreuung von pflegebedürftigen, greisen Elternteilen geht und der damit zusammenhängenden Problematik (ich spreche da aus eigener Erfahrung).

Stimmt es nicht, dass in der überwiegenden Mehrheit der Fälle die gesamte Verantwortung den Töchtern aufgebürdet wird, während viele Söhne sich höchstens an den Kosten der Pflege beteiligen?

Natürlich kann man hierfür das Argument verwenden, dass die Veranlagung dazu andere zu verwöhnen und zu pflegen halt in der weiblichen Natur verankert ist und ich gebe zu, dass dies teilweise auch den Tatsachen entspricht.

Gleichzeitig bin ich fest davon überzeugt, dass Männer diese Veranlagungen ebenso in sich tragen und diese nur erweckt und entwickelt werden müssen, denn in uns allen gibt es, geschlechtsunabhängig, weibliche und männliche Energien. (Mehr zu diesem Thema in meinem Blogartikel "Die erwartete Rückkehr der weiblichen Energie")

Wollen wir unser Verhalten in diesen Zeiten des Umbruchs, tätsächlich weiterhin von überalterten Vorstellungen und Traditionen abhängig machen, die nichts mehr mit der neuen Energie zu tun haben?

Ich finde, es ist schon lange an der Zeit, aus anderen Jahrhunderten überlieferte Familienstrukturen und Lebensmodelle zu überprüfen und der Aktualität anzupassen. In früherern Zeiten mochten sie ihre Existenzberechtigung und ihren Zweck erfüllt haben, doch heute gehören sie nicht mehr zu uns. 

Es ist wirklich bemerkenswert, dass man sogar häufig bei betagten Personen, die nun wirklich jeden Tag voll geniessen sollten, beobachten kann, dass sie sich nicht wagen aus ihrem Trott auszubrechen und zu tun, was sie wirklich wünschen, aus Angst davor ihre Familien und Freunde vor den Kopf zu stossen.

Hierzu möchte ich das reelle Beispiel einer mir bekannten älteren Dame anführen, die mir vor nicht langer Zeit gestand, wie gerne sie an machen Tagen bis in die Mittagsstunden im Bett bleiben würde und an Regentagen den ganzen Tag im Pyjama in ihrer Wohnung herumlaufen würde, wenn sie nicht davor zurückschrecken würde, was andere über sie denken und sie als Faulpelz bezeichen könnten.

Es würde mich wahnsinnig freuen, wenn diese Dame und andere Personen in ähnlichen Situationen, alle Bedenken über Bord schmeissen könnten und einfach nur das tun würden, was ihnen wirklich Freude bereitet, ohne sich um die Meinung anderer zu kümmern.

All dies erscheint mir ebenso überholt und absurd wie das noch immer vorherrschende Gesellschaftsmodell, in denen Menschen dahin manipuliert werden, ihr wertvolles Leben mit hohen Schulden zu belasten um sich allerlei Besitztümer anzuschaffen, welche sie aus Zeitmangel gar nicht geniessen können, da sie die überwiegende Zeit damit verbringen Geld zu verdienen um all ihren Verpflichtungen nachzukommen und ihrer wenigen Freizeit viel zu ausgelaugt sind.

Und du, wie denkst du über diese Dinge?

Wann traust du dich deine Konfortzone zu verlassen, dir die selbstangelegten Ketten abzulegen und einen neuen, selbstgewählten Kurs einzuschlagen?

Erinnere dich an diese Metapher: Ein Schiff ist am sichersten im geschützten Hafen, doch dafür sind die Schiffe nicht gebaut worden.

 

 

 

 

 

 

 

 

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