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Brauchen wir Erschütterungen um unsere Komfortzone zu verlassen?

Brauchen wir Erschütterungen um unsere Komfortzone zu verlassen?

In diesem Monat hat mich ein Erlebniss mit einer engen Freundin zu diesem Artikel inspiriert.

Bei meiner Freundin handelt sich um eine Person, die sich ständig in ein Meer von Aktivitäten stürzt, welche ihr kaum Zeit zum Nachdenken lassen um bewusst wahrzunehmen, was gerade wirklich in ihrem Leben abläuft.

In ihrem Fall wurde sie durch eine Krankheit dazu gezwungen anzuhalten und an den Tagen, an denen sie sich nicht mit anderen Dingen ablenken konnte, fand sie endlich Zeit um einige Aspekte ihres Lebens genau unter die Lupe zu nehmen.

Dabei durfte sie feststellen, dass es in ihrem jetzigen Leben einige wesentliche Dinge gibt, welche sie dringend ändern möchte, da sie ihr viel Energie und Kraft rauben, was sicherlich zu ihrer Krankheit beigetragen hatte.

 Sie gestand mir auch, dass schon mehrfach ein unerwarteter Eingriff in ihr Leben dafür gesorgt hatte, dass sie plötzlich feststellte, dass einige Aspekte ihres Lebens einer Änderung bedurften und sie deshalb im Grunde genommen dankbar sein konnte, dass sie zum Anhalten gezwungen worden war, um sich darüber voll bewusst zu werden.

Obwohl ich absolut davon überzeugt bin, dass ein „angebliches Unglück“ uns oft vor Schlimmerem bewahrt, habe ich mir auch Gedanken darüber gemacht, wie man solche Extreme verhindern kann, in dem man anfängt den Zeichen, die wir Tag für Tag erhalten, mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Mit ziemlicher Sicherheit hat schon fast jeder die Erfahrung gemacht, wie eine brenzliche Situation uns bis auf die Grundmauern erschüttert und uns schlagartig die Binde von den Augen reisst, welche uns daran gehindert hat, die Dinge so wahrzunehmen, wie sie tatsächlich sind.

Das Leben kann uns auf unterschiedlichste Weise erschüttern durch etwas, dass uns auf emotionaler Ebene so stark berührt, dass es unmöglich wird sich weiterhin etwas vorzumachen und wir erkennen, dass nur eine Veränderung eine Lösung bietet.

Ich gebe zu, dass auch ich mich mehr als einmal in recht unangenehmen Situationen wiedergefunden habe, mit denen ich mich jedoch irgendwie abgefunden hatte, in dem ich mir vormachte, dass alles ja nur halb so schlimm sei.

Wenn wir nicht einsehen wollen, dass wir einen eingeschlagenen Weg nicht weitergehen sollten, stellen sich häufig zwei übliche Reaktionen ein: entweder man stürzt sich in einen Strudel aus Aktivitäten und Ablenkungen, oder man verfällt in eine Art Resignation und tut so, als ob nichts wäre, obwohl die Traurigkeit täglich wächst. 

Ganz offensichtlich bringt uns keine dieser Reaktionen einer Lösung näher und verlängert nur etwas, was eigentlich schon abgestorben ist.

In Wirklichheit sorgt das Leben dafür, dass wir immer wieder Zeichen und Hinweise erhalten, auch wenn wir diese nicht wahrhaben wollen.

Wenn zuviel Zeit vestreicht, ohne dass wir anfangen nach Lösungen zu suchen, dann greift das Leben selbst ein und zwingt uns dazu die Veränderungen zu schaffen, die wir nicht freiwillig aus eigener Kraft erzeugt haben, damit wir nicht weiterhin Jahre unseres Lebens im Stillstand vergeuden.

Da wir über einen freien Willen verfügen, können wir uns natürlich dafür entscheiden still zu stehen und uns nicht weiter zu entwickeln.

Wenn jedoch zu viel Zeit verstreicht, ohne dass wir reagieren, dann kommt uns unsere spirituelle Intelligenz zur Hilfe, in dem sie sich mit der universellen Energie verbindet und uns hilft zu wichtigen Erkenntnissen zu gelangen.

Diese Hilfe ist echt notwendig, obwohl sie häufig in einem unschönen Gewand erscheint, wie ein Unfall, eine Krankheit, ein Betrug, ein Verlust, eine Trennung usw., welche uns aus unserer Komfortzone stossen.

Warum weigern wir uns zu erkennen, dass eine durchlebte Situation uns nicht glücklich, sondern unglücklich macht?

Es gibt natürlich einige Gründe dafür, doch in vielen Fällen steckt eine grosse Wahrheit dahinter: wir wollen nicht einsehen, dass unser Leben nicht dem Idealbild entspricht, welches wir uns vorgestellt hatten. Da diese Idealvorstellung auf den Werten aufgebaut ist, die uns in der Kindheit vermittelt wurden, fällt es uns so schwer uns davon zu trennen.

Unsere heutige Gesellschaft verkauft uns täglich, dass man im Leben ein Gewinner sein muss, der erfolgreich im Beruf ist, eine perfekte Partnerschaft und Familie hat und sich zusätzlich noch unrealistischen Schönheitsidealen unterwirft um bis ins hohe Alter jugendlich und fit zu wirken.

Bei objektiver Betrachtung handelt es sich zweifelsfrei um ein völlig utopisches Idealbild, bei dem die Einzigartigkeit, die Bedürfnisse und das Wesen jedes einzelnen in keinster Weise berücksichtigt werden, ebenso wenig wie die Veränderungen, die wir im Laufe des Lebens durchlaufen.

Erkenne, dass dich der Versuch einem perfekten Idealbild zu entsprechen enorm einschränkt und dir zusätzlich Frust und Unzufriedenheit beschert!

Es ist an der Zeit, dich von diesen Zwängen zu lösen und dir zu erlauben du selbst sein und deinen eigenen Platz in der Welt einzunehmen, auch wenn es anderen nicht gefällt und du vielleicht auf Ablehnung stösst.

Es ist völlig ok, seinen früher gewählten Beruf, sein Studium oder Ausbildung und die gesamte Lebensform zu wechseln, wenn sie dich nicht mehr erfüllen. Ebenso wenig solltest du dich aufopfern um eine Ehe oder Partnerschaft zu retten, die dich unglücklich macht.

Es ist selbstverständlich ganz normal, dass dir deine Kinder wichtig sind, falls du welche hast, doch lerne sie loszulassen, wenn sie alt genug sind, damit sie ihre eigenen Erfahrungen und Fehler machen können und lernen die Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen, damit du dir endlich die Zeit nehmen kannst um deine Wünsche zu verwirklichen und dein Leben zu geniessen.

Der einfachste Weg zu verhindern, dass das dich Leben unsanft wachrüttelt und dir Warnungen sendet, die du nicht ignorieren kannst, ist sehr achtsam und bewusst zu sein, um zu einer Selbstkenntniss zu gelangen, die es dir ermöglicht zu wissen, was du zu einem erfüllten Leben benötigst, und wie du vermeidest in unangenehmen Situationen stecken zu bleiben

Falls du aus eigener Kraft nicht den Mut für nötige Veränderungen findest, rate ich dir frühzeitig nach Hilfe und Unterstützung zu suchen, und nicht zu warten, bis das Leben dich aus der Bahn wirft.

Auch wenn du versuchst dich abzulenken, nicht zu denken und zu fühlen, oder glaubst, dich damit abfinden zu müssen, dass das Leben dir nichts Besseres zu bieten hat und du es auch nicht wirklich verdienst, gibt es da etwas in dir, dass sich nicht täuschen lässt, und geduldig darauf wartet, dass du erkennst und zu Klarheit gelangst.

Es ist die universelle, unendliche Weisheit in dir, welche dann reagiert, wenn du das Handtuch geworfen und alle Hoffnung verloren hast, in dem sie etwas geschehen lässt, was dich zum Innehalten zwingt um dir ein neues Bewusstsein zu verschaffen.

So fabelhaft es auch ist, dass das Leben neue Chancen bietet, so bedeutet es doch auch, dass die betreffende Person noch nicht die Rolle eines gereiften Erwachsenen angenommen hat, welcher erkennt und versteht, was ihm passiert und die nötigen Schritte zu Veränderung selbst einleitet, ohne das ein äusserer Eingriff nötig wird.

Unsere Welt am Rande des Abgrunds ist zu einem grossen Teil das Ergebnis des menschlichen Verhaltens, da sich viele Menschen noch in einem Stadium von Infantilismus befinden. Dieses Stadium äussert sich durch die Erwartung, dass sich das eigene Leben enweder durch äussere Einflüsse, oder durch das Zutun anderer ändert, denen man gern die Verantwortung für die kleinen und grossen Herausforderungen zuschiebt.

Möglicherweise ist dieses Jahrhundert die letzte Gelegenheit um unsere eigene Macht und Verantwortung bewusst anzunehmen und viele notwendige Veränderungen und Verbesserungen vorzunehmen, bevor unsere Erde zu drastischen Massnahmen gezwungen wird. 

Die Anwort auf die im Titel gestellte Frage lautet, dass sogenannte Schicksalsschläge im Leben so lange notwendig bleiben, bis wir unsere Verantwortung bewusst annehmen und unsere eigene Macht erkennen, mit der wir unser Schicksal und das der gesamten Welt entscheidend mitbestimmen können.

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