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Wie setzt man Neujahrsvorsätze richtig um?

Wie setzt man Neujahrsvorsätze richtig um?

Zu Beginn eines Jahres ist es einer der weit verbreitesten Bräuche eine Liste mit guten Vorsätzen für das neue Jahr zu erstellen.

Diese Vorsätze beschränken sich bei vielen auf Bereiche wie: mit dem Rauchen aufzuhören, einige Kilos abzunehmen, sich gesünder zu ernähren, sich sportlich zu betätigen, eine Sprache zu lernen, ein neues Hobby zu pflegen und ähliche Vorhaben.

Ganz offensichtlich ist der Wunsch etwas zu verbessern natürlich grundsätzlich eine gute Sache, wenn sich hinter dieser Absicht nicht in vielen Fällen ein Minderwertigkeitsgefühl verstecken würde.

Dieses Minderwertigkeitsgefühl führt zu der Ansicht nicht gut genug zu sein und damit weder den eigenen Anforderungen, noch denen der anderen zu entsprechen.

Die überweigende Mehrheit versucht während der ersten Wochen des Jahres diese Vorsätze umzusetzen, um dann recht rasch wieder aufzugeben. Dahinter steckt oft die Überzeugung, dass das Vorhaben viel zu anstregend sei und man ausserdem nicht über die genügende Motivation und Willenskraft verfüge um ans Ziel zu kommen. 

Leider haben viele Menschen ein eher negatives Bild von sich selbst.

Ich bin davon überzeugt, dass viele Personen ihre Vorhaben umsetzen würden, wenn sie genau wüssten "wozu" sie dieses Ziel erreichen möchten und "was" sie dadurch gewinnen könnten.

An erster Stelle ist es wichtig das Selbstwertgefühl zu verstärken, und sich selbst davon zu überzeugen ein wunderbares, einzigartiges Wesen zu sein, welches das Beste verdient hat, und über unzählige Fähigkeiten verfügt, die dabei helfen, das, was man sich ernsthaft vornimmt, auch zu erreichen.

Wenn du deine Aufmerksamkeit weiterhin auf alles richtest, was du angeblich nicht erreicht hast, anstatt dich auf das zu fokussieren, was du schon alles erreicht und erfolgreich überwunden hast, dann schafft das ein gestörtes und falsches Bild von dir. Dieses Zerrbild führt dazu, dass du glaubst, nicht in der Lage zu sein ewas verändern zu können.

Sobald es dir jedoch gelingt, das verzerrte Bild von dir zu korrigieren und zu heilen, bist du wieder in der Lage dich mit all deinem Potential zu verbinden, welches dir all die Energie und Stärke verleiht, die du benötigst, um deine Wünsche zu verwirklichen.

Auf diese Weise wird nichts und niemand wird dich aufhalten können!

Versuche im nächsten Schritt herauszufinden, welches der wahre Grund war, der dazu geführt hat, dass du ungesunde Verhaltensweisen angenommen hast wie Rauchen, erhöhter Akoholkonsum, nährstoffarmes Essen, mangelnde Bewegung und Lustlosigkeit etwas Neues zu lernen oder auszuprobieren.

Es ist enorm wichtig den Ursprung jedes unausgewogenen Verhaltens herauszufinden, damit diese durch neue ersetzt werden können, die dir erheblich mehr Vorteile verschaffen werden.

Bevor du dir vornimmst mit dem Rauchen aufzuhören, wäre es ratsam, die wahre Ursache des Stresses und der Nervösität zu beseitigen oder zumindestens zu reduzieren. Bevor du dir vornimmst abzuspecken, versuche herauszufinden, wovor dich die überflüssigen Pfunde schützen sollen und was du mit zu vielem Essen überdecken möchtest.

In jedem Fall ist der Versuch, langfristige Veränderungen durchzuführen, zum Scheitern verurteilt, wenn nicht gleichzeitig die Glaubenssätze, welche hinter diesen Verhaltensweisen stehen, bearbeitet und verändert werden. Erst dann ist es möglich mit voller und echter Motivation die gesteckten Ziele voller Elan und Freude umzusetzen.

Es ist seit einiger Zeit recht verbreitet, dass es mindestens 21 Tage bedarf, um eine neue Verhaltensweise in unsere tägliche Routine zu integrieren und in manchen Fällen braucht es auch etwas länger, wobei Zeit dabei keine so wichtige Rolle spielt.

Man kann sich leicht vorstellen, wie schnell sich die guten Vorsätze verlieren, wenn man sie nur als eine Art Pflichtprogramm ansieht, dass man dizipliniert absolvieren muss, auch wenn es schwerfällt.

Natürlich braucht es auch eine Portion Selbstdisziplin, doch das nicht ausreichend, um etwas zu erreichen. Allerdings gelingt es um so leichter, sobald man sich all die Vorteile, die das Erreichen des Ziels mit sich bringt, detalliert vorstellen und nachempfinden kann.

Selbstverständlich habe ich das, was ich hier berichte, persönlich aus erster Hand erlebt. Es gibt immer mal wieder Phasen in meinem Leben, in denen ich zur Apathie neige. In solchen Momenten habe ich auch die Tendenz zu viel zu essen und hin und wieder den Alkoholkonsum zu steigern. Natürlich spüre ich in solchen Fällen die Auswirkungen dieses Verhaltens praktisch in allen Lebensbereichen, auf persönlicher, wie auf beruflicher Ebene stagnieren die Dinge in solchen Phasen und sind nicht im Flow.

Natürlich würde ich mir wünschen ständig bester Stimmung zu sein um dem Leben jeden Tag voller Optimismus und Vertauen gegenüber zu treten. Da ich jedoch vor allem authentisch sein möchte, akzeptiere ich, dass Schatten und dunkele Wolken ein Teil meines und unser aller Lebens sind.

Zweifel haben auch durchaus viele gute Seiten haben und sind nötig, um sich immer wieder in Frage zu stellen und sich weiter zu entwickeln und zu verbessern.

In einigen Momenten ist es ganz einfach nötig Geduld zu entwickeln und zu warten, bis schwierige Phasen beendet sind, um wieder mit erneuter Kraft, Energie und neuen Ideen weiter zu machen.

Manchmal ist es notwendig sich zu verlieren um sich wieder zu finden!!!

Wenn wir die Freude und das Glück voll geniessen möchten, ist der Preis dafür, deren andere Seite - die Traurigkeit und den Schmerz - gleichermassen zu akzeptieren.

Das Leben auf unserem Planeten ist immer noch dual und beschert auch schwierige und harte Situationen und Momente, besonders für hochsensibele und sensitive Menschen, die mehr als andere wahrnehmen und empfinden.

Eine Erkenntniss, die ich aus meinen Erfahrungen und Beobachtungen gewonnen habe, ist, dass nicht jeder Moment geignet ist, um Vorhaben und Veränderungen durchzuführen.

Obwohl es üblich ist, den Beginn des Jahres für Veränderungen zu nutzen, ist dies möglicherweise nicht für jeden der ideale Zeitpunkt. Es ist ratsam, abzuwarten, bis die innere Kraft und Zuversicht wieder voll fliessen und die nötige Motivation liefern. 

Bevor du tatsächlich loslegst, möchte ich dir folgende Frage zu stellen: Ist es wirkich wichtig für Dich dieses Ziel zu erreichen und wozu möchtest du es umsetzen?

Mache dir klar, dass du auf Dauer nur das erreichen kannst, was du wirklich dir echt brennend wünscht. Sobald etwas nicht wirklich wichtig für dich ist, wirst du, früher oder später, das Interesse daran verlieren und kannst nicht die nötige Konstanz und Disziplin entwickeln, um dein Vorhaben erfolgreich zu Ende zu bringen.

Um Klarheit zu gewinnen, ist es unumgänglich Prioritäten zu setzen um wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden.

Für die Mehrheit ist es besser sich eine Aufgabe nach der anderen zu stellen, anstatt zu versuchen, mehrer Vorhaben auf einmal anzugehen.

Je klarer und präziser du deine Vorhaben erkennst, um so leichter wirst du sie tatsächlich umzusetzen.

Zusätzlich möchte ich dir noch etwas vorschlagen, was mir echt auf dem Herzen liegt: 

Wie wäre es, wenn du dir dieses Jahr mal Vorsätze auswählst, die dein Leben spürbar verbessern können?

Was hältst du von der Idee, in diesem Jahr jeden Tag voller Dankbarkeit über alles Wundervolle in deinem Leben zu beginnen und zu beenden?

Möglicherweise könntest du weniger fernsehen und weniger katastrophale Nachrichten lesen und die gewonnene Zeit nutzen, um dich mit angenehmen Dingen zu beschäftigen?

Nutze deine Freizeit weniger um zu Hause am Computer zu sitzen, sondern mach mehr Spaziergänge und Ausfüge in die Natur!

Nehm dir vor, weniger unnötige materielle Dinge zu kaufen um das gesparte Geld in eine Reise zu investieren, die dir den Kopf frei macht und neue Horizonte eröffnet!

Zum Schluss nun der tiefgreifenste aller Neujahrsvorsätze:

Versuch in diesem Jahr grosszügiger und liebevoller mit dir selbst und anderen umzugehen. 

Jedesmal, wenn du dein Gesicht im Spiegel siehst, schenk dir ein wunderbares Lächeln und erkenne, dass du ein wertvoller und einmaliger Mensch mit unzähligen Fähigkeiten bist.

 

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