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Die Macht der Worte

Die Macht der Worte

Dieses Mal möchte ich meinen Artikel einer Sache widmen, welche ich gleichzeitig als die stärkste Waffe und als das genialste "Werkzeug" betrachte: die unsagbare Kraft der Worte.

Natürlich weiss ich, dass es andere Waffen gibt, die Millionen von Menschen töten, dennoch haben auch Worte die Macht Menschen auf emotionaler Ebene zu erheben, oder zu vernichten und das mit allen Konsequenzen.

Schon mehrmals habe ich darauf hingewiesen, dass die meisten der automatischen Denk und Handlungsprogramme, die in unserem Unterbewusstsein gespeichert sind, durch häufig wiederholte Worte erzeugt wurden, welche wir im Laufe unseres Lebens zu hören bekommen haben, und oft als absolute Wahrheiten hingenommen haben.

Besonders während unserer Kindheit und Jugend formen diese Worte, die zusätzlich von bestätigenden Taten begleitet werden, unseren Charakter und, ganz besonders, unsere ganz eigene Weltanschauung und die Art und Weise, mit der wir dem Leben begegnen.

Ich bin mir darüber bewusst, dass ich mich mit der nachfolgenden Aussage der Kritik aussetze und nehme es bereitwillig.an. Je mehr ich mir über die unglaubliche Wirkung der Worte auf Menschen bewusst werde, desto weniger kann ich verstehen, dass man für jegliche Tätigkeit eine Ausbildung und ein Zertifikat braucht, nur nicht für die wichtigste von allen: die Erziehung der Kinder durch die Eltern, die sie zu aufgeweckten, ausgeglichenen und gutwilligen Personen machen sollte.

Ist es wirklich möglich, dass mental und emotional unreife Eltern ihre Kinder aufziehen können, ohne ihnen ernsthaften Schaden zuzufügen, der sie vieleicht für den Rest ihres Lebens prägt?

Es ist keineswegs meine Absicht diese Elten zu verurteilen, da ich davon ausgehen kann, dass sie selber in ihrer Jugend nicht das erfahren konnten, was sie benötigt hätten, und es stimmt mich nachdenklich, dass auf diese Weise die Unzulänglichkeiten von Generation zu Generation weitergegeben werden. Dadurch vollziehen sich die notwendigen Veränderungen viel zu langsam und unzureichend.

Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass lediglich eine tiefgehende Bewusstseinsveränderung, die von der Mehrheit der Gesellschaft unterstützt wird, die Menschheit retten kann. Es sollte zur Priorität werden, erwachte, mental und emotional ausgeglichene, gerechte und friedfertige Menschen heranzubilden, welche ihre persönlichen Talente ausleben und erfolgreich einsetzen.

Wie wundervoll ist die Vorstellung, dass eine neue Menscheit mit diesen Grundzügen sich automatisch untereinander respektieren und unterstützen würde und selbstverständlich gilt das auch alle anderen Lebewesen und für die Natur. In solch einer Gesellschaft könnte es Gerechtigkeit und Ebenbürtigkeit für alle geben.

Mit der Zeit könnten Lösungen für all die grossen Herausforderungen unserer Tage gefunden werden. Zur Zeit hat man das Gefühl, dass lediglich hier und da herumgeflickt wird, ohne dass sich die Dinge grundsätzlich spürbar verändern.

Wie kann ein neues Bewustsein geweckt und gefördert werden?

Ich schlage vor, dass wir damit anfangen, uns die gewaltige Macht der Worte tagtäglich vor Augen zu halten und versuchen sie bewusst und geschickt auszuwählen.

Wohl jeder von uns kann sich die negativen Auswirkungen von Aussagen im Stil von: "Du bist ein kompletter Versager"; "Das schaffst du nie"; oder "Du bist hässlich, dumm, zu dick oder zu dünn", vorstellen.

Das Selbstwertgefühl von Menschen, die so etwas häufig zu Ohren bekommen, versinkt im Keller und bringt komplexbeladene und ängstliche Personen hervor, die sich wenig bis nichts zutrauen und sich mit eintönigen Lebensbedingungen zufrieden geben.

Zur Zeit können wir diese Art von Übergriffen noch in allen Lebenbereichen und allen Altersklassen vorfinden

Wenn jemand schon als Kleinkind davon überzeugt wird ein "Nichtsnutz" zu sein, ist der Weg bis zum Opfer von Missbräuchen und Übergriffen in persönlichen, sowie in beruflichen Beziehungen, meistens nicht weit und sehr wahrscheinlich ohne professionelle Hilfe und Unterstützung unüberwindbar.

In meiner langjährigen Laufbahn als Therapeutin habe ich so einige Fälle dieser Art zu Gesicht bekommen und in fast allen Fällen wurde der Grundstein für zu grosse Nachgiebigkeit gegenüber verletzendem Verhalten in der Kindheit gelegt.

Gerade aus diesem Grunde halte ich umfassende, tiefgreifende Veränderungen in der Erziehung und im allgemeinen menschlichen Umgang für unendlich wichtig. 

Worte können zu einer "tödlichen Waffe" werden, wenn sie von unbewussten Personen missbraucht werden, ganz besonders natürlich, wenn sie aus dem Mund der geschickten Manipulatoren kommen, welche die Macht der Worte genau kennen und ganz bewusst einsetzen.

Verrückterweise haben sich einige Dinge in den letzen Jahren zwar verändert, sind jedoch leider in vielen Fällen ins andere Extrem verrutscht.

Bei reiferen Personen trifft man häufiger an, dass sie früher zu viel getadelt und zu wenig gelobt wurden und unter zu authoritären Eltern gelitten haben, während man heute immer häufiger das Gegenteil beobachten kann.

Natürlich brauchen Kinder und Jugendliche Lob und Unterstützung, doch genau so wichtig ist es ihnen Grenzen aufzuzeigen und klar zu vermitteln, dass man im Leben selten etwas geschenkt bekommt, ohne einen Einsatz dafür zu bringen.

Es hat den Eindruck, als gäbe es immer mehr Eltern, die ihren Kindern fast alles gestatten, sie förmlich vergöttern und wie kleine Könige behandeln, die alle Rechte und wenig oder gar keine Verpflichtungen zu haben scheinen.

An dieser Stelle möchte ich betonen, dass solche Eltern, oder Elternteile ihren Sprösslingen keinen Gefallen damit tun, denn es ist wichtig, dass Jugendliche so bald wie möglich lernen Verantwortung für ihre Taten und für das Leben zu übernehmen und sich nicht mit Mitte zwanzig noch wie Teenager aufführen.

An dieser Stelle stellt sich die Frage, wie wir es schaffen ein Teil des nötigen Wandels zu sein?

Nachdem wir uns verinnerlicht haben, dass man Menschen mit Worten verletzen kann, ist der nächste Schritt zu lernen, wie man Worte einsetzen kann, um sie aufzumuntern und ihr Selbstvertrauen und ihren Mut zu stärken.

Hierfür sind Aussagen geeignet wie: "Du bist eine wertvolle und wunderbare Person"; "Du kannst deine Ziele erreichen, wenn du dich bemühst und an dich glaubst"; "Es gibt immer Auswege und Lösungen für alles, was geschieht". Hauptsache die Aussage bewirkt, dass sich der andere verstanden, wertgeschätzt und unterstützt fühlt.

Wir alle befinden uns auf einem Weg der ständigen Entwicklung mit abwechselndem Tempo und sollten dringend damit aufhören, uns mit übertriebener Kritik selbst zu geisseln, die auf dem Glaubenssatz beruht, dass wir nur dann etwas wert sind, wenn wir alle möglichen, uns selbst aufgelegten, Kritierien erfüllen.

Die Wahrheit, dass wir jetzt und hier, mit allen unseren unterschiedlichen Aspekten einzigartige und besondere Wesen sind.

Jede Heilung beginnt mit der Akzeptanz von allem was ist und mit Liebe zu uns selbst und anderen, ohne all die üblichen Erwartungen und Forderungen. Stattdessen sollten wir versuchen ausgeglichener, zufriedener, gütiger, ethischer, weiser und bewusster zu werden.

Glaub mir, dass auch der grösste Erfolg und unendlicher Reichtum und Annerkennung nicht in der Lage sind die innere Leere zu füllen, die ensteht, wenn wir nicht mehr mit unserem wahren Kern verbunden sind.

Was hältst du davon, wenn wir von uns von jetzt an entscheiden, die Kraft der Worte als wichtiges Mittel für den Wandel zu nutzen? Beginnen wir damit zu überprüfen, ob das, was wir sagen wollen zum allgemeinen Wohl beiträgt, oder lediglich den Zweck erfüllt uns und/oder andere zu verletzen.

Als Vorlage können uns die weisen Worte des grossen Socrates dienen und seine drei Siebe der Wahrheit:

"Der erste Sieb ist der Sieb der Wahrhaftigkeit: Finde heraus, ob das, was du sagen willst auch tatsächlich der Wahrheit entspricht. Der zweite Sieb ist der Sieb der Gutherzigkeit und er besteht darin festzustellen, ob das, was du sagen willst gut für jemanden ist. Der dritte Sieb ist der Sieb der Nützlichkeit und Notwendigkeit: Bringe in Erfahrung ob, das, was du sagen willst nützlich und vorteilhaft für jemanden ist. Und sollte sich herausstellen, dass das, was du sagen willst, weder wahrhaftig, noch gut, noch nützlich sein wird, dann ist es besser, du vergisst das Ganze und schweigst:"

Findest du nicht, dass dieser Ratschlag, nach all den Jahrtausenden, noch immer wahr, gut und nützlich für uns ist :-)

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass es fast immer gut und nützlich ist. die Wahrheit zu sagen, auch wenn diese nicht immer angenehm ist. Es ist wichtig, offen zu sein für aufbauende Kritiken und fundierte und gut gemeinte Ratschläge. Allerdings sollte man seine Aussagen stets mit Feingefühl und Takt weitergeben und hervorheben, dass sie nur auf eine bestimmte Tatsache oder Verhalten gerichtet sind, und auf keinen Fall die gesamte Person in Frage stellen.

Wie üblich benötigt man ein gutes Urteilsvermögen und Empathie um zu entscheiden, ob jemand bereit dafür ist auch unangenehme Wahrheiten zu verarbeiten und ob es vorteilhaft für die Person ist. Im Zweifelsfalle kann es besser sein, die Mitteilung für einen gewissen Zeitraum aufzuschieben, bzw. sie nur teilweise zu vermitteln.

Ich persönlich bemühe mich darum, so ehrlich wie möglich zu sein, allerdings versuche ich zu berücksichtigen, dass einige Wahrheiten zu sehr wehtun können und man in erster Linie das Wohlbefinden der Person im Auge haben sollte.

Die Gabe des Wortes ist uns geschenkt worden um mehr Freude, Liebe und Bewusstsein auf die Erde zu bringen.

Denk an die Macht der Worte und nutze diesen Moment um den Menschen, die dir wichtig sind, zu sagen, wie sehr du sie liebst und schätzt. Schenk ihnen Lob und Komplimente, welche das Beste in ihnen hevorheben und ihnen ein strahlendes Lächeln ins Gesicht zaubern.

Und denk daran, dass ich dich bei deinem Wandel unterstützen kann!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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